Aus der Dorfgeschichte

Nienhagen und seine Nachbarorte

Gemeinsame Wege und persönliche Erinnerungen verbinden die Dörfer. Die Geschichten nennen jeweils den Ort, zu dem sie gehören.

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Welche Geschichte gehört zu welchem Ort?

Die folgenden Erinnerungen aus Nachbarorten ergänzen die Nienhäger Dorfgeschichte. Ihre Ortsangaben bleiben erhalten. Verbindungen im Vereinsleben findest du außerdem bei den jeweiligen Nienhäger Vereinen.

Ursel wollte unbedingt in die Schule

Haldorn überliefert die Erinnerung von Ursel Zuschlag aus Landwehrhagen: Bei der Einschulung 1933 sollte sie wegen ihres Geburtstermins noch warten, während ihre Freundinnen bereits zur Schule gingen. Ihre Mutter sprach den Lehrer Bräutigam an. Er erlaubte ihr schließlich, es zu versuchen. Die Episode gehört nach Landwehrhagen und beschreibt eine persönliche Erfahrung, keine allgemeine Einschulungsregel für Nienhagen.

Weihnachten 1946 in einer Landwehrhäger Küche

Ursel Zuschlag erinnerte sich an Weihnachten 1946: Ihre Familie lebte mit aufgenommenen Flüchtlingen beengt im Haus. Bei Frost und Stromausfällen brachte ihr Vater neugeborene Ferkel in einem Korb an den Küchenherd und trug sie zum Säugen wieder in den Stall. Essbare Weihnachtsgeschenke gingen besonders an die Vertriebenen. Haldorns Bericht bewahrt damit eine einzelne Landwehrhäger Erinnerung an die Nachkriegszeit.

Erinnerungen aus Nieste

Im Schlussbericht der Kindheitserinnerungen erzählt Werner Zinke aus Nieste. Für den Radioempfang stellte sein Vater eine hohe Fichtenstange als Antennenmast im Garten auf. Die Episode gehört zum Nachbarort, nicht nach Nienhagen.

Im Winter 1941/42 ging Zinke mit seinem Großvater von Nieste über den Umschwang und den Bilstein zu Verwandten nach Großalmerode. Während seines Aufenthalts fiel viel Schnee; Bus und Bahn fuhren nicht. Erst einige Tage nach Ferienende konnte er nach Kaufungen zurückfahren, wo Mutter und Bruder ihn abholten.

Die Wurstekammer in Nieste

Werner Zinke erzählte Haldorn, wie seine Familie in Nieste Vorräte haltbar machte. Nach dem Salzen hängte seine Mutter Schinken und Fleischknochen am offenen Fenster der Wurstekammer zum Trocknen auf. Später wurden die Knochen in Salzlake aufbewahrt. Die örtliche Bezeichnung „Wurschteböhne“ gehört zu dieser persönlichen Niester Erinnerung; sie ist keine belegte Nienhäger Ortsbezeichnung.