1579
Frühe Unterweisung der Kinder
Der Oppermann aus Escherode wird verpflichtet, Nienhagens Kinder im Katechismus zu unterweisen. Diese frühe Unterrichtsregelung besteht lange vor der Gründung einer eigenen Dorfschule.
Aus früher Unterweisung entstand eine eigene Schule. Das 1899 eingeweihte Gebäude erhielt nach der Schulschließung 1972 eine neue Aufgabe für das Dorf.
Ein Vergleich vom 23. März 1579 verpflichtete den Escheröder Oppermann, Nienhagens Kinder in der Fastenzeit im Katechismus zu unterweisen. Diese Regelung ist ein früher Beleg für Unterricht, bezeichnet aber noch keine dauerhaft bestehende eigene Dorfschule.
Eine eigene Schule mit Schulmeister entstand in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die Chronik nennt dafür unterschiedliche Jahre: 1742 im Überblick und 1741 im Schulkapitel. Auch ihre späteren Angaben zur gesamten Bestehensdauer passen nicht einheitlich zusammen. Der frühe Beginn lässt sich deshalb nur mit diesem offenen Datierungsunterschied erzählen.
Für seinen Schulbeginn 1933 nennt Haldorn Schiefertafel, Griffel und Schwamm. Auf einer Seite wurde geschrieben, auf der anderen gerechnet. Eine Rechenmaschine mit zehn Reihen zu je zehn Kugeln half beim Lernen.
Im Herbst sammelten Schulkinder trockenes Fichtenreisig, das auf einem Handwagen zur Schule kam und zum Heizen diente. Die Erinnerung enthält auch körperliche Strafen und Arbeiten während der Unterrichtszeit. Sie zeichnet deshalb kein durchweg unbeschwertes Bild der damaligen Schule.
Am 2. September 1898 wurde der Grundstein für das neue Schulgebäude gelegt. Die Einweihung folgte am 27. August 1899. Ein Festzug führte damals von der alten zur neuen Schule.
Das Gebäude wurde über viele Jahrzehnte zum Lernort der Dorfkinder. Sein Bau ist von der wesentlich älteren Einrichtung einer eigenen Schule zu unterscheiden: 1899 beginnt die Geschichte dieses Schulhauses, nicht die des Unterrichts in Nienhagen.
Am 1. August 1972 endete die Nutzung als Dorfschule. Die Chronik zeigt zum Abschluss der Schulgeschichte ein Klassenfoto und nennt den letzten Lehrer. Wegen der widersprüchlichen Angaben zum frühen Gründungsjahr lässt sich daraus keine zweifelsfreie Zahl von 230 oder 232 Schuljahren bilden.
Nach der Schulschließung wurden der Schulraum und Teile der Lehrerwohnung zur Dorfgemeinschaftsanlage umgebaut. Die Arbeiten begannen im Herbst 1972. Viele Einwohner halfen mit; das Buch hebt besonders den Einsatz der Feuerwehr hervor.
Am 17. August 1973 wurde die DGA übergeben. Die neue Nutzung knüpfte damit unmittelbar an das frühere Schulhaus an. Die Eingemeindung nach Staufenberg am 1. Januar desselben Jahres und die Übergabe im August sind zwei eigene Ereignisse.
Die einzelnen Einträge aus dem Zeitstrahl mit ihren Quellen.
1579
Der Oppermann aus Escherode wird verpflichtet, Nienhagens Kinder im Katechismus zu unterweisen. Diese frühe Unterrichtsregelung besteht lange vor der Gründung einer eigenen Dorfschule.
1741/1742
Nienhagen erhält eine eigene Schule mit einem Schulmeister. Die Chronik datiert diesen Beginn unterschiedlich auf 1741 und 1742.
1898–1899
Am 2. September 1898 wurde der Grundstein gelegt. Die Einweihung folgte am 27. August 1899.
1. August 1972
Mit der Schließung endete die Nutzung des Gebäudes als Dorfschule.
17. August 1973
Nach dem Ende der Dorfschule wurden Schulraum und Teile der Lehrerwohnung gemeinsam umgebaut.